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Kortrijk ist eine kleine, charmante Stadt in Belgien. Sie liegt in Westflandern und damit ist die Amtssprache Flämisch beziehungsweise Holländisch. Etwa 74 000 Einwohner leben dort, nur 24 km von der Grenze zu Frankreich entfernt. Das Nachbarland ist leicht zu erreichen. In wenigen Minuten ist man per Auto über die Grenze und auch mit dem Zug ist dank der Interregio-Verbindung ein rascher Transfer möglich. So friedlich war es jedoch nicht immer.
Schon zur Römerzeit war an der Stelle eine Siedlung mit Namen Cortoriacum, aber bereits 1189 wurde Kortrijk als Stadt anerkannt. 1302 erlebte ganz in der Nähe bei Kampfhandlungen ein französisches Heer eine große Niederlage. Die Rache folgte 1382 als die Stadt von den Franzosen eingenommen und ausgeraubt wurde. Ab etwa 1500 erlebte ganz Belgien einen wirtschaftlichen Aufschwung im Zusammenhang mit der wachsenden Textilindustrie, die durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert noch unterstützt wurde. In den Weltkriegen litt das kleine Städtchen jedoch sehr unter fortwährenden Zerstörungen und Verlusten. Seine Lage in Flandern verdammte es zu einem Dasein am Kriegsschauplatz mit allen furchtbaren Konsequenzen. Glücklicherweise konnte sich die Region in den 50er Jahren wieder erholen. Neue Bauwerke entstanden, Straßen und Plätze legten das Fundament für den heutigen Reiz.